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BEKÄMPFUNG DER NAGETIERE: WETTKAMPF DER GERISSENHEIT

Die Bekämpfung von Mäusen und Ratten ist Teil der Menschengeschichte; sie folgen den Spuren des Menschen seit ewigen Zeiten, treu und das aus einem guten Grund: die Präsenz des Menschen ist gleichzustellen mit dem Vorhandensein von Nahrung und bringt daher tiefgründige und motivierte Zuneigung mit sich. Diese Verbundenheit ist erhalten geblieben und so wurden im Laufe der Zeit alle möglichen Vorkehrungen getroffen, um das Problem zu lösen (oder zumindest einzuschränken).

Da uns die magische Flöte von Hameln fehlt, um das Problem zu lösen, müssen wir heute auf andere Mittel zurückgreifen, die weiter entwickelt, aber sicher nicht so malerisch sind.

DAS PROBLEM ANGEHEN

Um korrekt und wirksam vorzugehen, ist es wie immer notwendig das Problem von Grund auf zu betrachten und die Faktoren, die das Einnisten und somit den Befall von Mäusen und Ratten begünstigen, zu eliminieren, wie das Vorhandensein von Wasser, Nahrung, die Möglichkeit sichere Schlupfwinkel zu besetzen: diese Orte ausfindig zu machen stellt die Anfangsphase einer wirksamen und orientierten Bekämpfung dar. Wenn der Befall sich allerdings in seiner akuten Phase befindet, dann ist eine schnelle Einschränkung der Nagetiere notwendig, es werden Rodentizide als Köder verwendet, die zum Grossteil Antikoagulationsmittel als Wirkstoff besitzen: Antikoagulationsmittel der ersten Generation – Warfarin, Coumatetralyl, Chlorophacinone – wurden zu Mehrfachdosen verwendet, die der zweiten Generation, Difenacoum, Bromadialon, Brodifacoum und Flocoumafen, sind stärker und werden zu Einzeldosen verwendet, sie sind nach einer einzigen Einnahme wirksam, auch wenn die Symptome nach ein paar Tagen auftreten.

Im Fall einer Resistenz gegen die Antikoagulationsmittel kann man auf Rodentizide zurückgreifen, die eine andere Wirkung haben, wie zum Beispiel Calciferol, das seine Wirkung innerhalb kürzester Zeit zeigt (daher nennt man sie „akute“ Rodentizide), schneller als die Antikoagulationsmittel: dies kann Misstrauen bei den Nagetieren hervorrufen und dazu führen, dass sie keine tödlichen Dosen einnehmen. In diesen Fällen ist es notwendig den Nagetieren im Vorfeld über mehrere Tage die essbare Basis des Köders ohne Gift anzubieten, so dass, wenn sie ihr Misstrauen überwunden haben und sich daran gewöhnt haben diese Art von Köder zu sich zu nehmen, der mit „akutem“ Gift getränkte Köder benutzt werden kann.

Um die Köder vor dem Verderben zu schützen werden Grundsubstanzen eingefügt, die den Vorteil mit sich bringen, den Inhalt kontrollieren zu können und den Köder vor Faktoren zu schützen, die ihn verderben könnten (Witterungseinflüsse, Schmutz, usw.). Die Anzahl der in der befallenen Region anzubringenden Köder kann sehr unterschiedlich sein. „In einem befallenen Gebäude“, informiert Alberto Baseggio von India, „werden ungefähr 2-3 Köder alle 100 Quadratmeter aufgestellt.“

Die Köder sollten nicht direkt neben von den Nagetieren verwendeten Nahrungsquellen angebracht werden, sondern zwischen diesen und ihren Schlupfwinkeln und den Wasserstellen.
Wieviel Köder verwenden? Sollten Antikoagulationsmittel der ersten Generation verwendet werden, kann eine größere Menge (100-200 Gramm) benutzt werden, handelt es sich allerdings um Antikoagulationsmittel der zweiten Generation wird auf eine geringere Menge (50-150 Gramm) zurückgegriffen.

Um die Behandlung so korrekt wie möglich zu gestalten, ist es notwendig Angaben und Informationen zu vermerken, einen Plan von der Anlage mit den Ködern und Angaben zu dem verwendeten Produkt und dem Wirkstoff und alle weiteren nützlichen Informationen zu haben. Was die Untersuchungen betrifft informiert erneut Baseggio, „Anfangs können sie alle 3-4 Tage durchgeführt werden, um dann, wenn der Köderverbrauch nachlässt, weniger häufig zu werden. Um eine wirksame Rattenbekämpfung durchzuführen braucht man gewöhnlich 2-3 Wochen, aber nicht selten können auch fünf notwendig sein.“

ÖFFENTLICH UND PRIVAT

Der öffentliche und der private Bereich müssen sich mit dem Problem auseinandersetzen und oft bedeutet das verschiedene finanzielle Möglichkeiten, die zu verschiedenen Arten und Techniken, mit dem Problem umzugehen, führen. Es gibt einige interessante Anregungen.

Wie Alberto Baseggio uns mitteilt hat das USL (Gesundheitsamt) von Adria, einer Gemeinde in Venezien, eine Studie über die Anzahl der Köder in Verbindung mit deren Verbrauch pro Zeit verfasst: es wurde festgestellt, dass es für die Eingriffe zwei bedeutende Perioden im Jahr gibt: am Ende des Sommers und im Frühling/Anfang Sommer, da in diesen Perioden die Eingriffe kurz nacheinander durchgeführt werden können.

Der Bürgermeister von Venedig, Massimo Cacciari,  gibt Auskunft warum das Problem privat gelöst werden sollte: in bestimmten Gebieten - wie in Venedig - ist es den öffentlichen Strukturen nicht möglich wirksam einzugreifen und alle gefragten Bereiche abzudecken. Hier sollte sich jeder einzelne Besitzer eines Geschäfts, Restaurants, um nur einige Beispiele zu nennen, um die Verwaltung dieses Problems kümmern.

In der Branche herrscht eine gespannte Atmosphäre, die mit der Ausführung der Richtlinien für Biozide in Zusammenhang steht. Die ersten Wirkstoffe, die berücksichtigt werden sind die Rodentizide und in den kommenden Monaten wird man die ersten Resultate bekannt geben. Unter den verschiedenen Argumenten, die behandelt werden, wird auch über den Nutzungsgrad der Rattengifte für den Profi und das breite Publikum geredet. “An dieser Stelle - laut Federico Guanzini von Copyr - können sich neue Möglichkeiten für den Schädlingsbekämpfer auftun, wenn er qualifizierter Anlaufpunkt, als echter Profi der Branche wird.“

Viele offene Fragen werden in den letzten Monaten dieses Jahres beantwortet werden: im Moment warten wir, dass die Zukunft Zweifel und Unsicherheiten klärt und eine eindeutige Linie für die Eingriffe festgelegt wird.

In der Zwischenzeit stellen sich die Unternehmen dem Markt und im Allgemeinen sind sie zufrieden mit der Nachfrage in dieser Branche. Die Bekämpfung der Nagetiere ist einer der stärksten Seiten von Vebi geworden, wie Nicola Lora berichtet: “ Die Serie der Paraffinblöcke, die sich als sehr praktisch und zuverlässig erwiesen hat, ist sehr zufrieden stellend.“ Die aufwendige Investition in Geräte mit deren Hilfe sich die Menge des Paraffins verringern und die Attraktivität steigern lässt, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Auch wenn Pasta, was Attraktivität angeht sicherlich von Mäusen und Ratten lieber angenommen wird, wird das Paraffin auf Grund der Vorteile, die es bietet immer mehr Gefallen finden.

Auch wenn frische Pasta, die dem speziellen Nahrungsbedarf der Mäuse, die nicht manipulierte Qualitätsprodukte bevorzugen, entgegen kommt, immer sehr attraktiv bleibt.

EINE ALTERNATIVE METHODE

Ein Nischenprodukt, das allerdings in bestimmten Bereichen guten Erfolg hat ist BlackTerrier, ein Ultraschall-System, das für elektrischen Anlagen eine erfolgreiche Methode darstellt. Es wird im öffentlichen und privaten Bereich angewandt, allerdings gezielt für große Kunden, wie Enel (Stromlieferant), die Ferrovie (Eisenbahn), Autobahnämter, Kontrollzentren für Strom und Elektrizität.

Wie Alessandro Cuzzuol verrät: “ Im öffentlichen Bereich beziehen wir bereits gute Umsätze, aber auch der private Bereich nähert sich diesem Produkt: wir hatten die Möglichkeit mit Nahrungsmittelfirmen, Reisfirmen, Tierfutterfirmen (wo wir bereits mit anderen Produkten präsent sind) zusammen zu arbeiten und nun fangen wir an die Resultate zu sehen.

Bestimmt können wir keine vorbeugendes geplantes Verfahren ersetzen, aber wir können helfend dazu beitragen.

Anmerkungen zu rechten und zitaten

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